Mitglied im Bund Deutscher Heilpraktiker (BDH)  

Erschienen in der Zeitschrift “Vivare” Ausgabe 05/2008

Gesetz der Ordnung
Gesetzmäßigkeiten sind keine Frage der Legalität, sondern eine Frage von Zeit und Raum. Im energetischen Feng Shui bedeutet dies, Aufräumen, wann es an der Zeit ist. Denn: Aufgeräumte Orte schaffen eine bestimmte Qualität. Es können Orte der Ruhe sein, an denen wir Kraft schöpfen, uns ausruhen und entspannen. Diese Orte wärmen unser Herz und lassen uns auftanken.

Alles, was wir hier an diesem Ort brauchen, ist vorhanden. Alles andere hat hier keinen Platz. Fragen Sie sich, was Sie brauchen? Ist es eine warme Decke, ein Glas Wein, eine Tasse Tee?

Und schaffen Sie sich diesen Ort selbst. Räumen Sie auf, machen Sie sauber.

Aber: Wo anfangen?
Nun, nehmen Sie sich zuerst die kleinen Dinge vor. Dinge, die Sie stören, die Sie immer wieder zur Hand nehmen und die Sie dann anschließend doch wieder nur von der einen Ecke in die andere legen. All’ das braucht Kraft und Energie. Also: Bitte gleich anfangen. Sobald Sie sich mit diesem Teil in Bewegung setzen, um es dorthin zu legen, wo es hingehört, setzen Sie buchstäblich Energie in Bewegung. Und bemerken Sie, dass Ihr Kopf dabei freier und Ihr Körper entspannter wird.

So kommen wir dann zu dem Punkt der Gelassenheit. Es ist getan, die Arbeit ist vollbracht, sie nicht mehr in ihrem Kopf und Ihr Geist schöpft Kraft. Er denkt nicht mehr an’s Aufräumen, sondern an das, was Ihnen wirklich wichtig ist: Ihre Familie, Ihre Freunde, Dinge, die Sie gerne tun. Sie haben jetzt Zeit dafür.

Auch das ist das Gesetz der Ordnung. Nach der Zeit für’s aufräumen kommt eine andere Zeit. So ist Energie in Fluss. Ihre Lebensqualität steigt mit dem Maß, wie Sie Veränderung zulassen.

Die Kraft, die für Sie frei wird, nennt sich Freiheit. Füllen Sie Ihren Frei-Raum also mit neuer Kraft. Zum Beispiel können Sie sich fragen, welche Ziele Sie eigentlich haben. In meiner Praxis als Feng Shui Beraterin stehe ich immer wieder vor ratlosen Gesichtern, wenn ich diese Frage stelle. „Was, Ziele?“ Darüber habe ich mir/haben wir uns nun wirklich noch keine Gedanken gemacht“ „Ja, was wollen wir denn eigentlich?“

Aufräumen, hat schon was für sich. Die Fragen, die dann auftauchen, machen einen manchmal aber doch eher nachdenklich. Mit dem ‚Was will ich?’ treten manche Menschen zum ersten Mal in Beziehung mit sich und ihrem Leben. Sie verkehren sich ins Innen, statt im Außen Antworten auf ihre Fragen zu finden.

Nach dem Motto: Jeder gute Ratschlag ist auch ein Schlag, geben sich dann viele auch tatsächlich erst einmal geschlagen, denn sie wissen nicht was sie tun – sollen. Das kann Ihnen nun wirklich auch die allerbeste Freundin/der allerbeste Freund nicht beantworten. Das können nur Sie selber.

Gesetz der Ordnung.
Wo finden Sie nun die Antworten auf all’ diese Fragen? Im Aufräumen Ihrer Wohnung? In Ihren Lebensumständen? In Ihrem Partner?

Manches schon. Unser Umfeld ist Spiegel unserer Seele. Also können Sie sich fragen, warum lebe ich hier überhaupt? Warum bin ich mit diesem Mann, dieser Frau zusammen gezogen. Warum habe ich genau diese Wohnung für mich/für uns ausgesucht?

Wenn Sie sich bereits diese Fragen stellen, sind Sie für sich im Aufräumen schon einen Schritt weiter. Aber lassen Sie sich nicht in Fragen fangen, suchen Sie nach Antworten. Schreiben Sie es für sich auf. Was ist wichtig, was ist unwichtig. Und gehen Sie auch hier Schritt für Schritt vor. Den kleinen zuerst, nicht den großen. Und mit jedem kleinen Schritt wird Ihr großer unüberwindlich erscheinender Fragenberg kleiner. Bis Sie irgendwann den Gipfel überschritten haben. Bis Sie zu dem „Ja, das will ich“, gekommen sind. „Ja, das bin ich“, und „Ja, das mache ich.“

Diese Erkenntnis kann Ihnen keiner nehmen. Das sind Sie selbst und das ist authentisch mit Ihnen. Ihr Spiegelbild.

Und wenn Sie an diesem Punkt angekommen sind, dann betrachten Sie bitte auch wieder einmal Ihr Umfeld. Denn das hat sich mit Ihnen verändert!

Viel Spaß beim „Aufräumen“ wünscht Ihnen

 

Karta Melanie Weyers
Beraterin für energetisches Feng Shui